Champions-League-Finale 2024

Live-Ticker: Borussia Dortmund – Real Madrid

01. Jun 2024, 20:44 Uhr

Die begehrteste Trophäe des Klubfußballs: der Henkelpott der Champions League. (Foto: John Patrick Fletcher / Imago)
Die begehrteste Trophäe des Klubfußballs: der Henkelpott der Champions League. (Foto: John Patrick Fletcher / Imago)

Zum zweiten Mal kann Borussia Dortmund nach 1997 wieder die Champions League gewinnen und damit die Finalniederlage gegen den FC Bayern vor elf Jahren vergessen machen. Erneut findet das Endspiel im Wembley statt, diesmal geht es gegen den Rekordsieger Real Madrid. Der Live-Ticker aus dem Stadion:

Von Sven Haist, Wembley

74. Minute: Wieder eine Kroos-Ecke für Real – und diesmal ist Carvajal zur Stelle, weil Füllkrug für Dortmund auf dessen Laufweg zu spät reagiert. Real führt mit 1:0. Das Finale trägt immer mehr die Züge von 2022, als Madrid ebenfalls sich knapp durchsetzte, obwohl Liverpool die wesentlich besseren Chancen hatte.

72. Minute: Trainer Terzic merkt, dass er auf die Spielentwicklung reagieren muss und bringt Reus für Adeyemi. Damit setzt Terzic nun mehr auf Erfahrung und Ballsicherheit statt der Geschwindkeit von Adeyemi. In dieser Phase benötigt Dortmund dringend mehr Entlastung und längere Ballbesitzphasen.

70. Minute: Noch keine Einwechslungen auf beiden Seiten. Anders als im Viertel- und Halbfinale liegt der BVB diesmal nicht in Führung und kann sich auf die Stärkung der Defensive fokussieren. Das Tempo von Sancho und Adeyemi sind entscheidend für die Konter, obwohl beiden das enorme Pensum mittlerweile anzusehen ist.

64. Minute: Durch den Systemwechsel ist Sabitzer nun gegen Bellingham gefordert. Stattdessen wirft Füllkrug nun defensiv ein Auge auf Kroos.

61. Minute: Nächste Großchance für Dortmund: Füllkrug scheitert frei mit seinem Kopfball an Courtois. Jede vergebene Chance des BVB macht einen Sieg gefühlt unwahrscheinlicher.

58. Minute: Der BVB scheint dem hohen Tempo in der ersten Halbzeit ein wenig Tribut zollen zu müssen. Die Dortmunder ziehen sich in die eigene Hälfte zurück und Real kontrolliert das Spiel – ohne jedoch zu klaren Torchancen zu kommen.

54. Minute: Real-Trainer Carlo Ancelotti verändert das System in der zweiten Halbzeit. Die Madrider spielen nun statt aus der 4-4-2-Formation im 4-5-1. Das bedeutet, dass sich Bellingham auf Höhe von Kroos und Camavinga zurückfallen lässt, Rodrygo ist die einzige Spitze. Damit reagiert Ancelotti auf die personelle Überzahl der Dortmunder im Mittelfeld und die Dominanz im Spielaufbau.

47. Minute: Konter für Real nach einer Dortmund-Ecke, sieben BVB-Spieler rennen sofort zurück – und trotzdem holt Vinicius einen Freistoß an der Strafraumkante heraus. Neben der Physis wird für den BVB auch das Aufrechterhalten der Konzentration wichtig sein.

Halbzeit: Der BVB hat deutlich mehr Torschüsse und Ecken, findet aber keinen Weg vorbei an Reals bestem Spieler: Torwart Thibaut Courtois. Entscheidend für die zweite Halbzeit wird sein, ob die Dortmunder das Level an Engagement, Klarheit und Spielwitz aufrechterhalten kann. Die Madrider haben bis zu diesem Zeitpunkt deutlich weniger investiert und scheinen in der Lage zu sein, zu jedem Zeitpunkt das Tempo anziehen zu können.

45. Minute: Der ehemalige Dortmunder Jude Bellingham tritt für Real noch kaum in Erscheinung. Aufgrund der Spielanlage seines Teams muss der Engländer oft über die Seiten oder als zweite Spitze agieren, was ihm weniger liegt als eine zentrale Mittelfeldposition.

44. Minute: Schlotterbeck und Sabitzer erhalten beide die gelbe Karte, aber Hummels holt mit einer formidablen Grätsche das gute Gefühl für die Dortmunder zurück.

43. Minute: Nächster starker BVB-Angriff über die rechte Seite: Sancho läuft im Rücken von Kroos weg, aber sein Flachpass in den Strafraum verfehlt die Mitspieler.

41. Minute: Kroos hilft auf der halbrechten Seite bei einem BVB-Konter aus. Dadurch ist Sabitzer frei. Seinen Schuss erhält erneut Courtois. Die Dortmunder müssten ihren Aufwand und ihre Überlegenheit dringend in Tore umsetzen.

39. Minute: Der BVB verteidigt sehr aufmerksam, sichert die Tiefe gründlich ab gegen die Schnittstellenpässe von Real. Allerdings verursacht das großen Laufaufwand. Wie lange gelingt es dem BVB, diese Aufmerksamkeit und Intensität zu halten?

37. Minute: Real wirkt unentspannt, aber der BVB schafft es nach wie vor nicht, diese Phase auszunutzen. Und wenn es einer Mannschaft gelingt, trotzdem selbstbewusst zu bleiben und den Spielverlauf auszublenden, ist es Real. Das haben die Duelle gegen Manchester City und den FC Bayern gezeigt.

35. Minute: BVB-Torwart Kobel wird von Vinivius am Fuß getroffen. Der Goalie hält sich das Knie und wälzt sich mehrmals am Boden – und provoziert auf diese Weise mutmaßlich die gelbe Karte für den Real-Angreifer, der nun als einziger Spieler bisher verwarnt ist.

30. Minute: Auch nach einer halben Stunde bekommt Real kaum Zugriff auf das Aufbauspiel der Dortmunder. Can bildet mit Schlotterbeck und Hummels eine breite Dreierkette, die große Laufwege für Rodrygo und Vinicius bedeuten. Dadurch hat der BVB immer genügend Zeit am Ball, um den auf den richtigen Pass ins Mittelfeld zu warten.

28. Minute: Wieder pariert Courtois herausragend gegen den frei auf ihn zulaufenden Adeyemi. Schon jetzt bestätigt sich die Entscheidung von Real-Trainer Ancelotti, dem lange verletzten Belgier zu vertrauen, der die vergangenen Champions-League-Spiele des Klubs alle verpasst hatte. Auch Liverpool scheiterte 2021 an den Ausnahmeparaden des Torwarts.

24. Minute: Der BVB macht taktisch ein herausragendes Spiel und kommt zu hochkarätigen Chancen. Das Spiel erinnert an das 2022er-Finale zwischen Real und Liverpool (1:0). Damals ließ Liverpool ähnlich viele gute Gelegenheiten in der ersten Halbzeit aus.

21. Minute: Nächste Großchance für Dortmund, diesemal in Person von Adeyemi. Wieder gelingt es Real nicht, den ballführenden Spieler der Dortmunder angemessen unter Druck zu setzen. Der Steilpass geht direkt in die Füße des losstartenden Adeyemi, der sich allerdings von Real-Torwart Courtois abdrängen lässt.

17. Minute: Toni Kroos reagiert auf die Manndeckung von Sabitzer und lässt sich immer wieder ganz zurückfallen. Das zwingt Sabitzer dazu, sich zu entscheiden, ob er mit Kroos mitgeht und doch eher den sonst frei werdenden Raum neben Can abdeckt.

14. Minute: Erste Riesenchance für Dortmunds Julian Brandt nach dem wunderbaren Lob von Schlotterbeck aus der eigenen Abwehr heraus. Das Aufbauspiel des BVB besitzt bisher das richtige Maß aus Mut und Sicherheit. Es wirkt, als könnten die guten Aufbauspieler Hummels, Can und Schlotterbeck das eher passive Anlaufverhalten der Madrider ausnutzen.

9. Minute: Dortmunds Emre Can scheint eine Schlüsselrolle zuzukommen. Die Madrider greifen mit zwei Spitzen an, sodass sich Can bei geschicktem Stellungsspiel immer wieder in deren Rücken an Ball gelangen kann, um von dort die eigenen Angriffe einzuleiten.

7. Minute: Die Dortmunder verzichten darauf, den Spielaufbau von Real frühzeitig zu stören. So bekommen deren Spitzen Vinicius und Rodrygo keinen Freiraum hinter der eigenen Abwehrkette.

6. Minute: Der BVB versucht, über seine schnellen Außen Sancho und Adeyemi hinter die Real-Abwehr zu kommen. Und von dort aus mit Zuspielen in die Mitte, den Torjäger Niclas Füllkrug zu bedienen.

3. Minute: In den ersten Minuten zeichnet sich ab, dass Sabitzer sich fast in Manndeckung um Kroos kümmert. Die Taktik erinnert an das Vorgehen des FC Bayern im Halbfinale, als Konrad Laimer den Spielgestalter der Madrilenen kaum aus den Augen ließ.

Aufstellungen:
Borussia Dortmund (4-2-3-1): Kobel – Ryerson, Hummels, Schlotterbeck, Maatsen – Sabitzer, Can – Sancho, Brandt, Adeyemi – Füllkrug
Real Madrid (4-4-2): Courtois – Carvajal, Rüdiger, Nacho, Mendy – Valverde, Camavinga, Kroos, Bellingham – Rodrygo, Vinicius Junior

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